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    Auch KMU-Reinigungsunternehmen können von KI profitieren: „Man muss aber experimentieren“

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    FacilityApps
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    Von: Anoek van der Riet

    Wenn man die Reinigungsbranche mit anderen Branchen vergleicht, wird man feststellen, dass die echte Digitalisierung lange gedauert hat. Doch das ändere sich nun, stellt Tuip fest. „Ich dachte, dass die Reinigungsbranche immer etwas hinterherhinkt. Weil es für junge, technische Talente offenbar keine attraktive Branche war. Aber mittlerweile sehe ich immer mehr Softwareunternehmen und Tech-Startups, die Lösungen für die Reinigung entwickeln.“

    Als Beispiel nennt er Drohnen zum Fensterputzen. „Vor zwei Jahren war es auf der Interclean noch klein. Aber letzten September während der CMS Berlin war es so ziemlich der Hit der Messe. Es stieß auf großes Interesse.“

    KI-Turnier während der Interclean

    Bemerkenswert ist, dass echte KI-Lösungen im Reinigungsbereich laut Tuip noch rar gesät sind. Genau dafür organisiert er es gemeinsam mit IntercleanKI-Turnier. „Wir wollen zeigen, was KI für die Branche leisten kann.“

    Während des Turniers auf der Interclean arbeiten internationale KI-Studenten – aus aller Welt – in Teams an konkreten Lösungen für Reinigungsherausforderungen. „Und das Schöne an KI ist, dass sie so schnell funktioniert, dass wir meiner Meinung nach am Ende des Tages mit funktionierenden Prototypen rechnen können.“

    Um zu verhindern, dass Studierende unkonventionelle Lösungen finden, gibt es einen umfangreichen Vorprozess. Sie erhalten eine Erklärung zur Funktionsweise der Reinigungsbranche und wir vernetzen sie mit Spezialisten. „So kommen sie gut vorbereitet zur Interclean“, sagt Tuip.

    Er ruft die Besucher der Reinigungsmesse dazu auf, vorbeizuschauen und mit den Teams ins Gespräch zu kommen.

    [Intermezzo]Das KI-Turnier findet stattam Dienstag, 15. April, Tag 2 der Interclean, InHalle 8, das Experience Center. Tagsüber arbeiten Studierende in Teams an KI-Lösungen für die Reinigungsbranche. Am Ende des Tages pitchen die Teams ihre Lösung vor einer Fachjury. Die Gewinner erhalten einen Geldpreis. Interessenten müssen sich nicht anmelden und können einfach mitmachen.[Intermezzo beenden]

    KI als Beschleuniger

    Tuip ist begeistert von den Möglichkeiten der KI für die Branche. Er spricht beispielsweise über eine Zusammenarbeit zwischen „seinen“ FacilityApps und Cleaning Workx, bei der KI für Echtzeitübersetzungen während des Virtual-Reality-Trainings eingesetzt wird. „Zum Beispiel kann der Ausbilder die Anweisungen auf Niederländisch geben, aber die Reinigungskraft hört sie mit Hilfe von Ai in seiner eigenen Sprache“, erläutert Tuip.

    „Das macht das Training nicht nur effizienter, sondern steigert auch die Qualität.“ Wir sehen jetzt, dass Reinigungskräfte mithilfe von VR und KI die RAS-Prüfung in der Hälfte der Zeit bestehen können. „Das ist vielleicht die Stärke der KI: Beschleunigungen zu realisieren.“

    Der Mensch als Verzögerungsfaktor

    Obwohl Tuip an den Mehrwert von KI glaubt, bleibt er realistisch. „Auf die eine oder andere Weise wird KI auch die Reinigungsbranche verändern.“ Ich denke, die wichtigste Frage ist: Können wir mithalten? Die technologischen Entwicklungen schreiten sehr schnell voran, müssen aber angenommen werden. Der verzögernde Faktor bei solchen Veränderungen ist der Mensch: Er ist es gewohnt, auf eine bestimmte Art und Weise zu arbeiten und braucht Zeit, um sich neue Technologien anzueignen. Reinigungsunternehmen hinken hier oft hinterher.“

    Lernen Sie durch Handeln

    Sein Rat ist, jetzt mit der Arbeit mit KI zu beginnen. Egal, ob Sie ein großes oder kleines Reinigungsunternehmen haben. „Fangen Sie an zu experimentieren.Lernen Sie durch Handeln: Werde es einfach mal ausprobieren. „Je mehr Zeit man investiert, desto geschickter wird man darin.“

    Keine Ahnung, wo ich anfangen soll? KI sei Teil der Lösung, erklärt Tuip. Schließlich können Sie einfach ChatGPT oder ein ähnliches Programm fragen: Ich habe ein kleines Reinigungsunternehmen, in welchen Bereichen kann ich mein Geschäft mithilfe von KI verbessern? Er wird Ihnen dann selbst Vorschläge unterbreiten, aus denen Sie einen auswählen und weiterentwickeln können.

    „KI ist für viele Menschen relevant. „Es bietet auch viele Chancen für die Reinigungsbranche“, schließt Tuip. „Während der Interclean wollen wir der Branche zeigen, was möglich ist. Gleichzeitig ist es eine tolle Möglichkeit, jungen Talenten einen Einblick in die Reinigung zu geben und sie hoffentlich zu inspirieren.“

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